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Wie alles begann



(niedergeschrieben von Hubert, DG0PC im September 2002)

Mein Anfang bei der GST als Mitglied ab 01.05.1959. Im Marstall 1 Zimmer neben dem Turm. Edgar Ellenberg (Sundhausen) als 1. lizenzierter OM mit seiner KW-Station rief die erste Klubstation DM3EI ins Leben. Einige Leute trafen sich sonntags 9-11 Uhr. Debattierklub, Fachsimpelei ohne Erfolg. Einige Vorführ – QSOs und wirkungsloses Dahindümpeln über Jahre, Unzufriedenheit. Ich arbeitete damals in Erfurt und hatte wenig Zeit. Ca. 1963 wechselte ich zur Klubstation der Optima nach Erfurt. Ich bestand die Hörerprüfung mit CW, Tempo 30, und wenig später die AFU – Prüfung neu ohne CW ! Rufzeichen DM3KFI als Mitbenutzer der Optima – Klubstation DM3FI.

Nebenbei war die Fuchsjagd von 1960 – 1964 aktuell. Es wurden Fuchsjagd – Empfänger gebaut und viel „gelaufen“ (80m – Band). Aber nach den ersten internationalen Vergleichen war klar, daß wir „Alten Männer“ keine Chance als Wettkämpfer mehr hatten.

Mit einem Eigenbau – Dipmeter, einem Eigenbau – Absorptionsfrequenzmesser und einem „Multizet“ begann der Aufbau einer 2m – Station. Ein ausgemustertes ELA – Gehäuse ohne 2 Einschübe aus dem Getriebewerk Gotha diente als mechanische Basis für den Sender mit SRS 4451 in der PA und dem Netzteil. Es stand nur ein Quarz zur Verfügung, also gab es auch nur eine Sendefrequenz ( ca. 144.828 MHz von 8.046 MHz ) – ein Röhrengrab, Transistoren waren damals noch nicht aktuell.

Die Gesetzeslage damals : maximal 30W Input. Die Betriebstechnik : in eine Richtung länger CQ rufen, dann die abschließende Bemerkung : „Ich drehe übers Band von oben nach unten“, wenn der RX gerade oben stand, sonst eben „von unten nach oben“. Somit wusste die Gegenstation immer, wie lange die Suche dauern würde. Wenn keine Antwort zu hören war : Antenne etwas drehen und CQ – Ruf fortsetzen. Die Modulationsart : AM ! FM war noch nicht in Mode und für SSB war die Stabilität nicht ausreichend. Man wusste außerdem nach einiger Zeit, wer auf welcher Frequenz „wohnte“. VFOs waren durch thermische Probleme kaum in den Griff zu bekommen. Die Quarzfrequenz von 7900 kHz war von DM2AKL hochgeschliffen auf 8046 kHz und von Karl Kriesche zur Verfügung gestellt worden. Das Abnahmedatum des TX ist leider nicht mehr bekannt, aber die erste QSL trägt das Datum

01.11.1965     DM8VHF op. Erich DM2BHI

Meine Station hieß damals „DM4HI mit DM3KFI am Mikrofon“. Auch unter diesen Bedingungen wurden bereits Conteste gefahren, z.B. am 06.03.1966. Die Teilnahmebedingungen sind nicht mehr bekannt. In weiterer Folge wurde einmal ein 7.Platz im DDR – Maßstab erreicht.